Loslassen & Frei sein

„Letting go is hard. But being free ist beautiful.

(Wilder)

 

Loslassen tut weh 

Wir investieren im Moment den größten Teil unserer Zeit in unsere Ausreisevorbereitungen. Wir lieben schon  jetzt, was wir dort tun werden und sind so dankbar für alles, was wir gerade erleben dürfen. Unser eigenes Leben ist im Moment, als würden wir ein spannendes Buch lesen.

Und dann gehen wir gemütlich am Hafen entlang und plötzlich sticht ein Gedanke schmerzhaft ins Herz: „Das hier wird nicht mehr unser zu Hause sein.“ Und die Kinder reden mit ihren Oma und Opa und sagen: „Wenn wir in Afrika sind…“ und Oma schluckt und hält die Tränen zurück – denn sie weiß wie weit weg Afrika wirklich ist.

Letztens waren wir, Babak und Sarah, auf einer Hochzeit und immer wieder ließen wir die Blicke durch den Raum schweifen und entdeckten Menschen, die wir über die letzten Jahre so lieb gewonnen haben. Da war Django, der durchs Tanzen die Welt verändert. Daneben saßen Alti und Larissa, die einfach immer gut aussehen. Menschen, die wir teilweise schon als Kinder kennen. Und dann das Brautpaar, das wir nun seit 9 Jahren durch Höhen und Tiefen begleiten durften. Und Silvia, Keziah und Michi und Nora… und all die anderen Menschen, die wir am Liebsten mitnehmen würden! Und wir sahen uns an und wussten: Wir müssen sie zurücklassen. Und der Gedanke tut manchmal richtig weh. Und das gehört eben auch zu der Geschichte, die mit uns geschrieben wird.

 

Frei sein ist wunderschön 

Und so schmerzhaft das Loslassen auch ist und so oft uns auch in alltäglichen Situationen plötzlich Tränen in die Augen steigen, so wunderschön ist es aus. Es macht uns frei!

Wir merken, wir sind immer noch die Gleichen. Weder unser Job, noch unser Wohnort, noch unser Auto, unsere Freunde, unser Kontostand macht uns aus – das sind nur Dinge, die wir haben (oder eben nicht) aber nicht werwir sind. Und wir haben den Eindruck, dass wir mehr zu denen werden, die wir sein können, je mehr wir loslassen. Je weniger „Drumherum“ uns definieren kann, desto mehr kommt unsere Essenz, „unser wahres Ich“ dahinter zum Vorschein. Wir sind so dankbar, dass wir das gemeinsam erleben dürfen und uns so neu entdecken können.

Wir erleben, dass wir in diesen Zeiten der Unsicherheit so glücklich sein können obwohl wir so wenig besitzen. Und das zu erleben, macht uns auch frei von einigen Ängsten oder Sorgen.

 

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