Hilfe die verletzt: Warum Sarah bereut, was sie in Uganda tat

Ich wollte schon immer helfen. Als ich ein Kind war, wollte ich Schnecken im Grill meiner Eltern „retten“. Als Teenager aß ich kein Fleisch aus Mitgefühl den Tieren gegenüber. Als Jugendliche wollte ich nach Afrika, weil die Armut mein Herz brach. Also flog ich: Zehn Monate Uganda. Ich arbeitete in einem Waisenhaus und als Lehrerin in einer Schule. Mit neunzehn Jahren. Ich organisierte Patenschaften zwischen Europäern und afrikanischen Waisenkindern und ich brachte Säcke voll Reis und Hygieneartikel als Geschenke auf die Dörfer zu den „armen afrikanischen Familien“. Wie im Film. Einem schlechten Film. Ich sah die Armut, war bewegt von der Armut und wollte die Welt besser machen. Mein Herz war am richtigen Fleck und meine Hände voller Tatendrang. Mein junges Leben hatte Kraft und Energie und ich tat was ich konnte. Wie so viele von uns.

Heute sehe ich auf diese Zeit zurück und bin immer noch dankbar für dieses Jahr. Diese Erfahrungen, diese Menschen, haben mich für immer verändert! Und dennoch würde ich heute nicht mehr raten, es mir gleich zu tun. Denn gleich nach der Dankbarkeit überkommt mich ein anderes Gefühl, viel stärker noch als die Dankbarkeit: Ich bereue. Bereue zutiefst, dass mein gut gemeinter Einsatz dem Land wahrscheinlich mehr geschadet als genützt hat. Ich dachte, helfen wäre einfach.

Heute kenne ich Geschichten von einem Dorf … Weiterlesen kannst du hier auf Sarahs Blog.

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